O Man, Thy Grievous Sins Bemoan

Tune: Es sind doch selig alle, die

  1. O man, thy grievous sins bemoan,
    Whence, from His Father’s bosom flown,
    To earth came Christ, our Savior;
    Of virgin mother, pure and mild,
    He for us men was born a child,
    To be our Mediator.
    The dead He raised to life again
    And took all illnesses away,
    Until His hour of anguish
    When He would be our sacrifice,
    Pay for our sins the heavy price,
    Yea, on the cross would languish.

Additional Stanzas
  1. So let us ever thankful be

Sebald Heyden, 1530


German Text

Tune: Es sind doch selig alle, die

  1. O Mensch, bewein dein Sünde groß,
    Darum Christus seins Vaters Schoß
    Äußert und kam auf Erden;
    Von einer Jungfrau rein und zart
    Für uns er hie geboren ward,
    Er wollt der Mittler werden,
    Den Toten er das Leben gab
    Und legt dabei all Krankheit ab
    Bis sich die Zeit herdrange,
    Daß er für uns geopfert würd,
    Trüg unser Sünden schwere Bürd
    Wohl an dem Kreuze lange.

Additional Stanzas
  1. Dann als das Fest der Juden kam,
    Jesus sein Jünger zu ihm nam,
    Gar bald tät er ihn’n sagen:
    Des Menschen Sohn verraten wird,
    Ans Kreuz geschlagen und ermirdt.
    Darauf die Juden Tagen.
    In Simons Haus ein Fraue kam,
    Viel köstlich Wasser zu ihr nam,
    Wards übern Herren giessen:
    Etlich der Jüngern murrten bald,
    Jesus die Frauen gar nicht schalt,
    Das tät Judas verdrießen.

  2. Zum hohen Priester er sich fügt
    Den Herren zu verraten lügt,
    Nahm dreißig Pfenig b’hende;
    Bald Jesus mit sein Jüngern kam
    Und aß mit ihn’n das Osterlamm,
    Und tat dasselbig enden.
    Er satzt uns auf ein Testament,
    Sein Tod zu b’denken bis ans End,
    Und wusch den Jüngern d’füße;
    Er bildt ihn’n für die Liebe schon,
    Und wie sie ihn würden verlon,
    Mit Trost tät ers beschliessen.

  3. Darnach er an den Ölberg trat,

 

  1. So lasst uns nun ihm dankbar sein,
    Dass er für uns litt solche Pein,
    Nach seinem Willen leben.
    Auch lasst uns sein der Sünde Feind,
    Weil uns Gotts Wort so helle scheint,
    Tag, Nacht danach tun streben,
    Die Lieb erzeigen jedermann,
    Die Christus hat an uns getan
    Mit seinem Leiden, Sterben.
    O Menschenkind, betracht das recht,
    Wie Gottes Zorn die Sünde schlägt,
    Tu dich davor bewahren!

Sebald Heyden, 1530
Source: Wackernagel No. 430, p. 344


 

Wackernagel No. 430