My Soul’s Best Friend, What Joy and Blessing

Tune: Wie wohl ist mir

This text is a composite translation prepared for The Lutheran Hymnal, 1941, No. 362. It remains copyright 1941 Concordia Publishing House and therefore cannot be used for the Free Lutheran Chorale-Book. Those wishing to make use of this text are referred to The Lutheran Hymnal.


German Text

 

Tune: Wie wohl ist mir

  1. Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen,
    Wenn ich in deiner Liebe ruh,
    Ich steige aus der Schwermutshöhlen
    Und eile deinen Armen zu,
    Da muß die Nacht des Trauerns scheiden,
    Wenn mit so angenehmen Freuden
    Die Liebe strahlt aus deiner Brust.
    Hier ist mein Himmel schon auf Erden,
    Wer wollte nicht vergnüget werden,
    Der in dir suchet Ruh und Lust?

  2. Die Welt mag meine Feindin heißen,
    Es sei also, ich trau ihr nicht,
    Wenn sie mir gleich will Lieb erweisen,
    Bei einem freundlichen Gesicht.
    In dir vergnügt sich meine Seele,
    Du bist mein Freund, den ich erwähle;
    Du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht.
    Der Welt Haß kann mich doch nicht fällen,
    Weil in den stärksten Unglückswellen
    Mir deine Treu den Anker reicht.

  3. Will mich des Mosis Eifer drücken,
    Blitzt auf mich des Gesetzes Weh,
    Droht Straf und Hölle meinem Rücken,
    So steig ich gläubig in die Höh,
    Und flieh in deiner Seite Wunden,
    Da hab ich schon den Ort gefunden,
    Wo mich kein Fluchstrahl treffen kann.
    Tritt alles wider mich zusammen,
    Du bist mein Heil, wer will verdammen?
    Die Liebe nimmt sich meiner an.

  4. Führst du mich in die Kreuzeswüsten,
    Ich folg und lehne mich auf dich,
    Du nährest aus der Wolkenbrüsten
    Und labest aus dem Felsen mich;
    Ich traue deinen Wunderwegen,
    Sie enden sich in Lieb und Segen;
    Genug, wenn ich dich bei mir hab;
    Ich weiß, wen du wilst herrlich zieren
    Und über Sonn und Sternen führen,
    Den führest du zuvor hinab.

  5. Der Tod mag andern düster scheinen,
    Mir nicht, weil Seele, Herz und Mut
    In dir, der du verlässest keinen,
    O allerliebstes Leben, ruht.
    Wen kann des Weges End erschrecken,
    Wenn er aus mördervollen Hecken
    Gelanget in die Sicherheit?
    Mein Licht, so will ich auch mit Freuden
    Aus dieser finstern Wildniß scheiden
    Zu deiner Ruh der Ewigkeit.

  6. Wie ist mir denn, o Freund der Seelen,
    So wohl, wenn ich mich lehn auf dich,
    Mich kann Welt, Not und Tod nicht quälen,
    Weil du, mein Gott, vergnügest mich.
    Laß solche Ruh in dem Gemüte,
    Nach deiner unumschränkten Güte
    Des Himmels süßen Vorschmack sein.
    Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien,
    Nichts kann, als Jesus, mich erfreuen,
    O reicher Trost, mein Freund ist mein.

Wolfgang Christoph Dessler, 1692
Source: C.F.W. Walther’s Kirchen-Gesangbuch, No. 262